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24. Mai 2017
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Hessentags-Fiasko: Jusos fordern Geld vom Ministerpräsidenten

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Die Jugendorganisation der SPD (Jusos) im Kreis Groß-Gerau sowie in der Stadt Rüsselsheim fordern die Landesregierung auf, der Stadt Rüsselsheim für den diesjährigen Hessentag Zuschüsse für die Ticketpreise sowie eine Verlustsübernahme zu bewilligen. Der Ministerpräsident Volker Bouffier und Oberbürgermeister Patrick Burghardt sollen sich hierzu öffentlich erklären.

Am vergangen Wochenende hat das Rüsselsheimer Echo Vorverkaufszahlen für die Konzerte in der Hessentagsarena veröffentlicht: So wurden für die rund 32.000 Zuschauer umfassende Hessentagsarena im Schnitt weniger als 20 % der Karten verkauft. Für das Konzert der Grammy-Preisträger ‚Kings Of Leon’ sind beispielsweise gerade mal 6.371 Tickets (Preis pro Ticket 68,20 €) verkauft worden.

Die Zahlen wurden bisher nur im Magistrat der Stadt Rüsselsheim und dem Hessentagsbeirat besprochen. Sema Keleta, Vorsitzende der Jusos Rüsselsheim und Stadtverordnete, sieht das Stadtoberhaupt in der kommunikativen Verantwortung: „Oberbürgermeister Patrick Burghardt muss seiner Informationspflicht endlich nachkommen und die Öffentlichkeit über das Ausmaß des drohenden finanziellen Fiaskos informieren.“ Die Kreis-Jusos fordern größtmögliche Transparenz. Keleta konkretisiert: „Den Rüsselsheimern muss jetzt reiner Wein eingegossen werden. Der Hessentag ist zwar ganz nett, jedoch darf er nicht auf Kosten von freiwilligen Leistungen wie der Kultur- oder Sportförderung gehen. Wir drohen hier mit einem üblen Kater aufzuwachen.“

Giorgio Nasseh, stellvertretender Landesvorsitzender der Jusos Hessen und Sprecher der Jusos Kreis Groß-Gerau merkt an: „Bei Ticketpreisen von fast 70 € muss man sich nicht wundern, wenn der Ansturm an den Verkaufsstellen ausbleibt.“ Schmunzelnd ergänzt er „Helene Fischer gibt es in der Frankfurter Commerzbank-Arena günstiger“. Zudem rät Nasseh, das Konzept des Hessentags komplett zu überdenken. „Kommunen, die ohnehin unter dem kommunalen Rettungsschirm sind, sollten nicht noch das finanzielle Risiko einer landesweiten Großveranstaltung tragen. Wo Hessentag drauf steht, muss auch die hessische Landesregierung voll dahinter stehen“, so Nasseh. Die Jusos fordern daher zweierlei: Erstens eine Finanzspritze des Landes, damit die Ticketpreise gesenkt werden können und zweitens eine Erklärung zur Übernahme des Verlusts aus den Fest- und Konzertveranstaltungen des Landes, damit der Hessentag im Zweifelsfall nicht zur finanziellen Last wird.

„Vielleicht springt ja Burghardts Parteifreund Bouffier ein. Der hatte ihm den Hessentag für den kommenden Wahlkampf ohnehin zugeschustert. Jetzt darf die CDU-Freundschaft nicht zum finanziellen Fiasko für die Opel-Stadt werden. Da die hessische Staatskanzlei für die Organisation des Hessentags zuständig ist, erwarten wir hier eine Erklärung des Ministerpräsidenten Volker Bouffiers. Der Erfolg des Hessentags muss zur Chefsache in der Staatskanzlei erklärt werden“, schließen Keleta und Nasseh ab.

Der Hessentag ist eine jährliche Festveranstaltung Landes Hessen zur Darstellung verschiedener Regionen Hessen. Der Hessentag ist das älteste und größte Landesfest in Deutschland.

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